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Cisco IOS Router Konfiguration für T-DSL

IOS Router und T-DSL Konfiguration für den schnellen Internet-Anschluss mit Flat Rate Mit der IOS-Software in der Version 12.1 hat Cisco Systems auf vielen ihrer Router eine Implementierung des PPPOE Protokolls (Point to Point Protokoll over Ethernet) integriert.
Hiermit ist es nun möglich, einen Cisco IOS-Router an einem T-DSL Anschluss der Telekom zu betreiben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihn konfigurieren. Bei der hier gezeigten Konfiguration handelt es sich um eine T-DSL Flat Rate, das bedeutet, die Leitung wird nicht bei Inaktivität heruntergefahren. Zur Konfiguration greifen wir wie gewohnt das originale blaue Cisco Kabel und verbinden uns über Hyperterminal mit dem Cisco IOS Router. Wir wechseln über den Enable Modus "en" in den Konfigurationsmodus "conf te". Hier müssen nun der Reihe nach folgende Kommandos und Parameter eingetragen werden:

vpdn enable
no vpdn logging

Hiermit wird das Virtual Privat Dialup Networking (vpdn) auf dem Router eingeschaltet, das für den PPPOE Support benötigt wird.

vpdn-group 1
request-dialin
protocol pppoe

Wir erzeugen die VPDN-Gruppe mit der Definition des PPPOE Protokolls.

interface Ethernet0
ip address 10.1.11.100 255.255.0.0
ip nat inside

An dieser Stelle wird das Inside Interface konfiguriert. Das bedeutet hier steht eine IP-Adresse aus Ihrem internen Netz. Ebenfalls wird hier das NAT Inside Interface für die Network Address Translation definiert.

interface Ethernet1
no ip address
pppoe enable
pppoe-client dial-pool-number 1
no cdp enable

Hierbei handelt es sich um das physikalische Outside Interface. Aus diesem Grund muss hier das PPPOE aktiviert werden und der PPPOE Client Pool für den zugehörigen Dialer eingetragen werden.

interface Dialer1
ip address negotiated
ip mtu 1492
ip nat outside
encapsulation ppp
no ip mroute-cache
dialer pool 1
dialer-group 1
no cdp enable
ppp authentication pap callin
ppp pap sent-username xxx password xxx

Der Dialer wird erzeugt, der die Verbindung zum T-DSL herstellt. Wichtig ist, dass die MTU Size vom Default 1500 auf 1492 reduziert wird, da der Rest für den PPPOE- Header benötigt wird. Der Dialer1 ist gleichzeitig das Outside Interface für die Network Address Translation (NAT). Weitere wichtige Parameter sind die encapsulation, wo ppp definiert werden muss, der dialer pool mit Zuweisung des physikalischen Interfaces und die dialer-group zur Definition des Traffics, der die Verbindung öffnen darf. Abschließend folgt noch der PPP Username und das Passwort.

ip nat inside source list 101 interface Dialer1 overload
ip route 0.0.0.0 0.0.0.0 Dialer1
access - list 101 permit ip 10.0.0.0 0.255.255.255 any

Die Definition des internen Adressbereiches, der über NAT umgesetzt werden soll, erfolgt über das Dialer 1 Interface, gefolgt von der Default Route ins Internet und der Access Liste für die Network Address Translation.

access-list 102 deny udp any eq netbios-dgm any
access-list 102 deny udp any eq netbios-ns any
access-list 102 deny udp any eq netbios-ss any
access-list 102 deny udp any range snmp snmptrap any
access-list 102 deny udp any range bootps bootpc any
access-list 102 deny tcp any eq 137 any
access-list 102 deny tcp any eq 138 any
access-list 102 deny tcp any eq 139 any
access-list 102 permit ip any any

Eine Access-Liste, die den Microsoft Netbios Traffic filtert, sollte auf jeden Fall in Netzen eingetragen werden, wo Microsoft Betriebssysteme zum Einsatz kommen.

dialer-list 1 protocol ip list 102

Die Definition des Traffics, der die Verbindung initiieren darf, verweist auf die dialer-group 1.

Am Schluss beenden mit <Strg> Z und die Konfiguration speichern mit "wr"

Anschauen der Konfiguration mit "sh conf"

Treten Probleme bei der Konfiguration oder bei der Inbetriebnahme auf, so hat Cisco dazu einige Show- und Debug-Befehle implementiert:


- debug vpdn pppoe-events
- debug vpdn pppoe-data
- debug pppoe-errors
- debug pppoe-packets
- show vpdn - show vpdn session all

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